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Kap Verde vs Frankreich: Steuerduell bei Kursgewinnen 2026

Für einen FIRE-Anleger, der von seinen Kursgewinnen lebt, ist der Unterschied frappierend: Kap Verde besteuert Kursgewinne aus dem Verkauf ausländischer Aktien und ETFs mit nur 1 %, gegenüber der französischen Pauschalsteuer (PFU) von 31,4 % (12,8 % Einkommensteuer und 18,6 % Sozialabgaben). Hinzu kommt ein fest an den Euro gebundener Escudo, also ohne Wechselkursrisiko. Doch Frankreich behält entscheidende Stärken: ein dichtes Abkommensnetz, den Zugang zu UCITS-ETFs und ein erstklassiges Gesundheitssystem.

Detaillierter Vergleich

Direkter Vergleich von Besteuerung, Lebenshaltungskosten und Bewertungen zwischen den beiden Ländern.
Direkter Vergleich von Besteuerung, Lebenshaltungskosten und Bewertungen zwischen den beiden Ländern.
Frankreich
Besteuerung
Dividendensteuer
10 %, Vorteil für dieses Land
31,4 %
Kapitalertragsteuer
100 %, Vorteil für dieses Land
31,4 %
Körperschaftsteuer
20 %, Vorteil für dieses Land
25 %
Vermögenssteuer
Keine
Ja, IFI (nur Immobilien)
Direkte Erbfolge
0 %, Vorteil für dieses Land
45 %Tarif5-45 %
Kosten und Immobilien
Monatliches FIRE-Budget
1.700 €, Vorteil für dieses Land
2.700 €
Lebenshaltungskosten-Score
78,4, Vorteil für dieses Land
38,5
Referenzstadt
Praia
Paris
Miete 3-Zimmer Zentrum
450 €, Vorteil für dieses Land
2.450 €
Sicherheit und FIRE-Score
Unsicherheit
0,0, Vorteil für dieses Land
2,0
FIRE Ultimate V3 Score
96,0, Vorteil für dieses Land
64,6

Verdict

  • Kap Verde gewinnt bei der Kapitalbesteuerung: Kursgewinne mit 1 % gegenüber 31,4 %, ausländische Dividenden mit 10 % mit Anrechnung, keine Vermögensteuer und Erbschaft in direkter Linie mit 0 %, alles in einer an den Euro gebundenen Währung ohne Wechselkursrisiko.
  • Frankreich behält ein sehr breites Netz von Doppelbesteuerungsabkommen, den Zugang zu irischen UCITS-ETFs, ein erstklassiges Gesundheitssystem und Infrastruktur sowie die Rechtssicherheit eines großen Landes, während Kap Verde ein abgelegener Archipel mit Diensten mittleren Niveaus und einem auf drei Länder begrenzten Abkommensnetz ist.
  • Fazit: Für einen Anleger, der von Kursgewinnen auf Aktien lebt und sich in der lusophonen Kultur wohlfühlt, bietet Kap Verde eine massive Steuerersparnis ohne Wechselkursrisiko. Für ein Profil, das von Dividenden über UCITS-ETFs abhängt, eine medizinische Spitzenversorgung verlangt oder ein Abkommen mit Frankreich benötigt, schrumpft der Abstand deutlich.

Häufige Fragen zu diesem Duell

Werden Kursgewinne auf Kap Verde wirklich mit 1 % gegenüber 31,4 % in Frankreich besteuert?

Ja. Kap Verde wendet eine abgeltende Pauschalsteuer von 1 % auf Kursgewinne aus dem Verkauf ausländischer Aktien und ETFs an (IRPS Kategorie E), während Frankreich dieselben Gewinne mit dem PFU von 31,4 % besteuert (12,8 % Einkommensteuer und 18,6 % Sozialabgaben). Der Vorteil setzt einen tatsächlich auf Kap Verde begründeten steuerlichen Wohnsitz voraus. Quelle: PwC 2026.

Hat Kap Verde ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich?

Nein. Kap Verde hat Doppelbesteuerungsabkommen nur mit Portugal, Guinea-Bissau und Macau. Das Fehlen eines Abkommens mit Frankreich kann die Behandlung bestimmter Quellensteuern und die Auflösung von Doppelbesteuerungen erschweren und erfordert eine sorgfältige Prüfung mit einem Berater vor jeder Verlegung des Wohnsitzes. Quelle: Abkommensnetz von Kap Verde, 2026.

Gibt es ein Wechselkursrisiko zwischen Escudo und Euro?

Nein. Der kap-verdische Escudo ist über das Währungskooperationsabkommen mit Portugal fest an den Euro gebunden (110,265 CVE pro Euro), also null Volatilität. Für einen Anleger, dessen Kapital und Einkommen in Euro vorliegen, entfällt das Wechselkursrisiko, anders als bei den meisten exotischen Zielen. Quelle: Banco de Cabo Verde.