Wie Sie Ihr Geld auf Aktien, Anleihen, Immobilien und Cash verteilen: das ist die Entscheidung, die 90 % Ihrer langfristigen Rendite ausmacht. Mehr als die ETF-Wahl, mehr als der Einstiegszeitpunkt. Bevor Sie die „richtige Aktie“ suchen, legen Sie Ihre Aufteilung fest.
Vier Allokationen dominieren die Literatur und reale Portfolios. Jede entspricht einem anderen Horizont und einer anderen Schmerzgrenze. Finden Sie unten Ihre.
Mit 30 Jahren, 80 % in Aktien. Mit 50, 60 %. Mit 70, 40 %. Logik: Je jünger Sie sind, desto besser absorbieren Sie einen Crash, denn Sie haben Zeit, ihn auszugleichen. Ein Ausgangspunkt, keine Wahrheit.
Gleiches Startkapital (50.000 €), gleiche Einzahlungen (500 €/Monat), 25 Jahre Horizont. Mit 100 % Aktien (10 %): ~1.270.000 €. Mit 60/40 (7,5 %): ~760.000 €. Differenz: ~500.000 €, also rund 6 Jahre Vorsprung Richtung FIRE. Die Kehrseite: 2008 verlor 100 % Aktien -38 %, während 60/40 nur -22 % verlor.
Eine Allokation zu kopieren, ohne Ihren Horizont und Ihre Risikobereitschaft zu berücksichtigen, führt oft dazu, zum schlechtesten Zeitpunkt zu verkaufen. Eine theoretisch optimale, aber psychologisch unerträgliche Allokation wird kontraproduktiv.
Ansparphase (vor FIRE): 80/20 oder 90/10 für maximales Wachstum. Übergangsphase (5 Jahre vor FIRE): beginnen Sie Richtung 70/30 zu gleiten. Entnahmephase (nach FIRE): klassisch 60/40, mit 2-3 Jahren Cash als Puffer gegen Crashs.